Montag, 26. November 2012

Sonntag, 25.11.2012 : Street-/ Nightsession MR

Diesmal mußte der Sonntag zu Angeln her halten. Diese Option gestaltete sich sich sehr kurzfristig, sodaß ich sehr spät an Wasser kam. 14:30....
Zuerst traf ich ein paar Vereinskollegen, die allerdings schon bei Zeiten am Wasser waren. Teils mit- teils ohne Erfolg.
Mein Plan des heutigen Tages sah so aus, daß ich erst die Kunstköder wasche und dann die Tauwürmer bade. Mal gucken, was geht.

Also gings los. Der erste Spot brachte nen Barschnachläufer! Der war auch nit klein. So etwa 28-30 cm. Das Problem lag allerdings an einem anderen Parameter. Da ich auf Hecht ging, hatte der Barsch ein "etwas" zu kleines Maul für nen 12,5cm Kopyto. Ich beobachtete ihn 15-20 Sekunden. Er versuchte es von hinten, von vorne, von der Seite. War lustig- wenngleich auch ergebnislos.
Ihm störte auch nicht mein grünes Stahl nicht. Soviel zur Sichtigkeit eines Vorfachs.... und das bei glasklarem Wasser.


 Am Wehr unterhalb gabs auch nichts zu holen. Der Angeldruck war die Std zuvor einfach zu groß. Ergo gings weiter. Auch oberhalb konnte ich an keinem Spot punkten. Und das, obwohl ich von dem Tackle garantiert eine größere Reichweite abfischen konnte wie die zuvor getroffenen Bekannten. Naja, vielleicht bringt die Dämmerung den Erfolg!
Deshalb waren die folgenden Spots so gewählt, daß ergänzend zu dem hellen Mond auch noch Laternen den Fischen die Jagd erleichtern. So gut die Theorie- so schlecht das Ergebnis. Nämmich nüscht!
Dann mußten eben die Tauwürmer den Erfolg bringen. Tauwürmer deshalb, da ich keine toten Köfis hatte. Die Stelle hatte ich mir bereits tagszuvor ausgeschaut. Dort hatte ich auf kleinstem Raum mehrere Hecht in der Dunkelheit stehen sehen. Ich wählte eine "robuste" Montage. Anstatt robust kann mann auch erfolglos sagen.
Hauptschnur Geflecht, 3 m 0,35 er Mono (darauf die Hechtpose), 30cm Stahl mit Drilling, darauf ein Tauwurmbündel. Zum Auswerfen leuchtete ich mit der Kopflampe aufs Wasser und sah sofort den Hecht stehen- und schwups- weg war er. Vom Licht verscheucht. Klasse.

20:00 Uhr.
Ich wartete also. Bei der Gelegenheit tauschte ich die Batterien in meiner Kopflampe, quälte meine Lunge mit einer Zigarette nach der anderen.
Da ich selbst kein wirkliches Vertrauen in meinen verwendeten Köder hatte, missbrauchte ich den Kescher und fing mir ein kleines Rotauge. Und noch eins und noch eins.
Also Montage rein und neu raus. DA STAND ER WIEDER- im Scheinwerferlicht.... !!
Ein weiteres Mal hatte ihn vergrault....MANN, MANN, MANN......

21:00 Uhr.
Ok, nun wusste ich wenigstens, daß der Hecht etwa eine Std braucht, wieder an den Platz zurück zu kehren. Mal sehen, wie lang er seinem Rhytmus treu bleibt. Diesmal dauerte es 50 Minuten.
Dann wanderte die Pose nämlich. 15 m. Sie verharrte gut 5 Minuten. Weil ich beim ersten Biss im Leben auf einen toten Köfi viel zu schnell angehauen hatte, wartete ich diesmal lieber länger. Nun wanderte die Pose schneller weiter. Gut 10 m. Ich schlug an. Bingo !
Ich schien den Zielfisch zu haben. Da der Fisch mit dem Köder flußabwärts zog, mußte ich schon ein paar Meter pumpen, um zu sehen, was definitiv am Haken hing. Es war der Hecht. Nach einer relativ zügigen Landung maß ich 74 cm. Aber ihm fehlte der komplette linke Kiemendeckel. Und etwas unterernährt war er wohl auch....
 
Dieser Angeltag brachte mir nicht nur einen Hecht, sondern auch die Erkenntnis, dass Hechte selbst in kleinen Gumpen bei ausgeprägter Strömung stehen. "Auf der Flucht" verriet er mir quasi indirekt seine Wechselstellungen ;-)
Hier noch 2-3 Bilder mit Schleichwerbung.

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